Vier Aufstiege in sechs Jahren

Fußball Andreas Manske hatte zuletzt bei seinen Stationen eine eingebaute Erfolgsgarantie.

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Vier Aufstiege in sechs Jahren
Fußball Andreas Manske hatte zuletzt bei seinen Stationen eine eingebaute Erfolgsgarantie.
Wetzlar Wenn der Schweiß am Körper runterläuft, kommen Andreas Manske die besten Ideen. Deswegen verzieht sich der Fußballtrainer
Stunden vor dem Anpfiff gerne zu Hause in die Sauna. Bei 80 Grad brütet er über Taktik und Mannschaftsaufstellung. Mit Erfolg: In den vergangenen sechs Jahren ist der 48-Jährige mit vier verschiedenen Mannschaften jeweils aufgestiegen. Zuletzt Anfang Juni mit der SpVgg. Lemp von der B-Liga Wetzlar Nord in die A-Liga Wetzlar.
„Durch Motivation und Trainingsfleiß kann man in diesen Klassen viel erreichen“, nennt Manske zwei seiner Erfolgsrezepte. Der Mann mit der markanten Frisur ist ein echter Typ. Er selbst nennt sich „ein positiv Verrückter“. Einer, der mitreißen kann, der selbst im Winter am liebsten mit Badelatschen am Spielfeldrand steht. Und der Sprüche klopft, sich aber auch daran messen lässt. Die Triumphe in den vergangenen Jahren geben ihm recht.

2006 stieg der ehemalige Gruppenliga-Spieler der SG Ehringshausen ins Trainergeschäft ein. Bei den „Kleeblättern“ übernahm er die zweite Mannschaft. Er schaute sich viel von Ex-Profi Peter
Endrulat ab, der zu dieser Zeit das erste Team der SG betreute. „Da habe ich gelernt, was Training heißt, wie man es am geschicktesten aufbaut“, erinnert sich Manske, der 2009 zum SV Niederscheld ging und zwei Jahre später mit dem Club aus dem Dillenburger Stadtteil die A-Liga-Meisterschaft feierte. Im Moment des großen Erfolgs verließ er den Verein aber und schloss sich dem SV Gusternhain an, mit dem ihm über die Relegation ebenfalls der Sprung in die Kreisoberliga West gelang. 2014 heuerte der zweifache Familienvater beim SV Herborn an. Auch hier glückte
der Aufstieg aus der B-Liga heraus – ungeschlagen und mit nur elf Gegentoren. „Das war damals die beste Defensive aller Seniorenmannschaften in Hessen“, fügt der Coach stolz hinzu. Auch,
dass er mit den Herbornern in der neuen Klasse direkt Fünfter wurde, hat er nicht vergessen. Mit der SpVgg. Lemp glückt der Sprung in die A-Liga – die Früchte erntet der 48-Jährige aber nicht
2015 begann seine Zeit bei der SpVgg. Lemp. Und was passierte? Er startete sofort durch. Im vergangenen Sommer scheiterte seine Truppe noch in der Relegation, in diesem Juni machte sie es
besser. Rang zwei hinter der TSG Biskirchen reichte zum Aufstieg. „Alle haben mitgezogen“, lobt Manske, der gerne „offensiv spielen lässt“, den Trainingsschwerpunkt jedoch häufig darauf legt, „die Räume eng zu machen“. Die Früchte seiner Arbeit erntet er aber auch auf der Lemp nicht. Die Vorbereitung auf die neue Saison ist in vollem Gange – allerdings ohne Manske. Er hat sein Amt zur Verfügung gestellt. Freiwillig. Entschieden schon lange vor dem großen Triumph. Was eine simple Erklärung hat. Der Coach will sich fortbilden und die B-Lizenz erwerben. Im Oktober/November stehen zwei Lehrgänge à zwei Wochen in Grünberg auf dem Programm. Das erfordert Zeit. Zeit, die er neben seinem Fulltime-Job in seiner eigenen Firma in Edingen nicht hätte, wenn er noch mehrmals in der Woche auf dem Fußballplatz stünde. Also hat er sich eine Auszeit aufgebrummt. Die erste nach elf Jahren im Trainergeschäft.

Um möglichst gut vorbereitet die Lehrgänge anzutreten, hospitiert er sporadisch bei Steffen Hardt, dem Trainer des Kreisoberligisten SSC Juno Burg. In dieser Liga möchte Manske mit der
B-Lizenz in der Tasche auch gerne irgendwann einmal trainieren. Doch auch für so einen erfahrenen Coach ist die Prüfung in Grünberg kein Kinderspiel. „Da wird viel im taktischen Bereich verlangt“, weiß Manske. Er muss am Tag X alle Sinne beisammen haben, um die Ausbilder zu überzeugen. Im Sporthotel in Grünberg gibt es eine Sauna. Vielleicht kann Manske sie vorher nutzen.
Quelle: www.mittelhessen.de

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