Trafotausch mit 2.500 kVA Gießharztransformator
Neue Niederspannungshauptverteilung mit 4.000 A und Trafo Flexkabeln in Verseiltechnik
Vom Öltransformator zur modernen Energieverteilung: Geier Starkstromtechnik ersetzte bei diesem Projekt einen bestehenden Öltransformator mit Ausdehner, 2.500 kVA Leistung und 500 V durch einen modernen Gießharztransformator mit 2.500 kVA und 400 V. Gleichzeitig wurde eine neue Niederspannungshauptverteilung nach IEC 61439 mit 4.000 A installiert.
Eine besondere technische Aufgabe war die Verbindung zwischen Transformator und NSHV. Aufgrund der hohen Ströme erfolgte die Trafoanbindung über mehrere parallel geführte Trafo Flexkabel, die fachgerecht in Verseiltechnik verlegt wurden.
Vom Öltransformator zum Gießharztransformator
Der vorhandene Öltransformator mit Ausdehner verfügte über eine Leistung von 2.500 kVA und eine Ausgangsspannung von 500 V. Im Rahmen der Modernisierung wurde er durch einen neuen Gießharztransformator mit 2.500 kVA und 400 V ersetzt.
Ein Trafotausch dieser Größenordnung betrifft jedoch weit mehr als nur den eigentlichen Transformator. Transformator, Kabelverbindungen, Leistungsschalter und Niederspannungsverteilung müssen technisch aufeinander abgestimmt werden.
Mit dem neuen Gießharztransformator wurde deshalb gleichzeitig die Niederspannungsverteilung an die Anforderungen der neuen Anlage angepasst.
Gießharztransformatoren arbeiten ohne flüssiges Isoliermedium und eignen sich insbesondere für viele Anwendungen in Industrie und Gewerbe. Sie zeichnen sich unter anderem durch einen vergleichsweise geringen Wartungsaufwand und ihre gute Eignung für Innenaufstellungen aus.
Neue Niederspannungshauptverteilung mit 4.000 A
Passend zum neuen Transformator wurde eine neue Niederspannungshauptverteilung mit 4.000 A installiert.
Die Anlage ist nach IEC 61439 ausgeführt und für eine Nennspannung von 400 V ausgelegt. Sie übernimmt die Verteilung der vom Transformator bereitgestellten elektrischen Energie auf die nachgelagerten Anlagenteile und Abgänge.
Die wichtigsten technischen Daten:
- Nennstrom: 4.000 A
- Nennspannung: 400 V
- Schutzart: IP30
- Schutzklasse: I
- vier ausfahrbare Leistungsschalter
- Leistungsschalter der Baureihe 3WA
- Ausführung nach IEC 61439
- Baujahr 2026
Die neue NSHV bildet gemeinsam mit dem Gießharztransformator und der Trafoanbindung eine aufeinander abgestimmte Einheit.
Vier ausfahrbare 3WA Leistungsschalter
In der neuen Niederspannungshauptverteilung sind insgesamt vier ausfahrbare Leistungsschalter der Baureihe 3WA installiert.
Die ausfahrbare Bauweise bietet insbesondere bei Prüfung, Wartung und Instandhaltung Vorteile. Die Schaltgeräte können vom Hauptstromkreis getrennt und je nach Ausführung in entsprechende Betriebs, Prüf oder Trennstellungen gebracht werden.
Damit lassen sich Arbeiten an den Leistungsschaltern gezielter durchführen und Wartungsabläufe innerhalb der Anlage vereinfachen.
Die vier 3WA Leistungsschalter übernehmen dabei zentrale Schalt und Schutzfunktionen innerhalb der neuen 4.000 A Hauptverteilung.
Trafo Flexkabel in Verseiltechnik
Ein besonders wichtiger Bestandteil dieses Projekts war die Verbindung zwischen Gießharztransformator und Niederspannungshauptverteilung.
Bei einer Transformatorleistung von 2.500 kVA fließen auf der 400 V Seite sehr hohe Ströme. Um diese sicher übertragen zu können, werden mehrere Einzelleiter parallel eingesetzt.
Dabei ist nicht nur der Querschnitt der verwendeten Kabel entscheidend. Auch die geometrische Anordnung und Führung der parallel verlegten Leiter spielt eine wichtige Rolle.
Was bedeutet Verseiltechnik?
Bei der Verseiltechnik werden parallel geführte Einzelleiter in einer definierten Anordnung verlegt und ihre Position innerhalb des Kabelsystems über die Leitungslänge gezielt verändert. Dadurch lassen sich unterschiedliche induktive Einflüsse auf die einzelnen Leiter reduzieren. Ziel ist eine möglichst gleichmäßige Stromverteilung innerhalb der parallel geführten Kabelverbindung.
Warum ist Verseiltechnik bei Trafo Flexkabeln wichtig?
Werden mehrere Einzelleiter parallel betrieben, können deren unterschiedliche Positionen innerhalb des Kabelsystems die elektrische Belastung beeinflussen.
Parallel geführte Kabel weisen abhängig von ihrer räumlichen Lage unterschiedliche magnetische Kopplungen auf. Daraus können Unterschiede in der Impedanz der einzelnen Leiter entstehen.
Die Folge kann eine ungleichmäßige Stromverteilung sein. Einzelne Kabel werden dadurch stärker belastet als andere und können thermisch stärker beansprucht werden.
Genau hier setzt die Verseiltechnik an.
Durch den gezielten Positionswechsel nehmen die einzelnen Leiter über die gesamte Leitungslänge unterschiedliche Positionen innerhalb des Kabelsystems ein. Die verschiedenen induktiven Einflüsse können sich dadurch besser ausgleichen.
Das unterstützt eine möglichst gleichmäßige Stromaufteilung auf die parallel verlegten Trafo Flexkabel.
Gleichmäßige Stromverteilung bei hohen Strömen
Die fachgerechte Verseilung bietet bei Trafoanbindungen mehrere Vorteile:
- gleichmäßigere Stromaufteilung auf parallel geführte Leiter
- Reduzierung unterschiedlicher induktiver Einflüsse
- geringere einseitige thermische Belastung einzelner Kabel
- bessere Ausnutzung der parallel verlegten Leiter
- zuverlässige Übertragung hoher Ströme
- höhere Betriebssicherheit der Trafoanbindung
Bei einer Verbindung zwischen einem 2.500 kVA Transformator und einer 4.000 A NSHV ist die Kabelverlegung deshalb ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Anlagenplanung.
Die Verseiltechnik ist dabei kein optisches Detail. Sie trägt dazu bei, die hohen Ströme kontrolliert und möglichst gleichmäßig über die parallel geführten Leiter zu übertragen.
Transformator, Kabelsystem und NSHV als Gesamtlösung
Dieses Projekt zeigt deutlich, dass bei einer modernen Energieversorgung nicht nur einzelne Komponenten betrachtet werden können.
Der neue Gießharztransformator, die Kabelverbindung in Verseiltechnik, die vier ausfahrbaren 3WA Leistungsschalter und die neue Niederspannungshauptverteilung bilden gemeinsam ein aufeinander abgestimmtes System.
Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem folgende Arbeiten umgesetzt:
- Austausch des bestehenden Öltransformators
- Installation eines neuen Gießharztransformators mit 2.500 kVA und 400 V
- Aufbau einer neuen Niederspannungshauptverteilung mit 4.000 A
- Installation von vier ausfahrbaren 3WA Leistungsschaltern
- Herstellung der Verbindung zwischen Transformator und NSHV
- Verlegung der Trafo Flexkabel in Verseiltechnik
- fachgerechte Integration der Komponenten in die neue Energieversorgung
Geier Starkstromtechnik: Lösungen für industrielle Energieversorgung
Geier Starkstromtechnik plant und realisiert Anlagen für die sichere Verteilung elektrischer Energie in Industrie und Gewerbe.
Das Leistungsspektrum reicht von Transformatoren und Trafostationen über Mittelspannungsanlagen und Niederspannungshauptverteilungen bis zur Kabelverlegung und Starkstromtechnik.
Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Komponenten. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Transformator, Schaltanlage, Schutztechnik und Kabelsystem.
Gerade bei hohen Leistungen kommt es auf eine fachgerechte Planung und Ausführung bis ins Detail an. Die Verseiltechnik der Trafo Flexkabel ist bei diesem Projekt ein gutes Beispiel dafür.
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Projekt anfragen 02771 26532-0Häufige Fragen zur Verseiltechnik und zum Trafotausch
Bei der Verseiltechnik werden parallel geführte Einzelleiter in einer definierten Anordnung verlegt und ihre Position innerhalb des Kabelsystems über die Leitungslänge verändert. Dadurch können unterschiedliche induktive Einflüsse reduziert und die Ströme möglichst gleichmäßig auf die parallel geführten Kabel verteilt werden.
Bei hohen Strömen werden häufig mehrere Kabel parallel je Außenleiter eingesetzt. Abhängig von ihrer Position können die einzelnen Leiter unterschiedliche Impedanzen aufweisen. Dadurch kann sich der Strom ungleichmäßig verteilen. Eine fachgerechte Verseilung wirkt diesen Unterschieden entgegen und unterstützt eine gleichmäßige Belastung der Leiter.
Eine ungünstige Leiteranordnung kann zu einer ungleichmäßigen Stromverteilung führen. Einzelne Kabel können dadurch stärker belastet und thermisch höher beansprucht werden als andere. Deshalb muss die Kabelanordnung bereits bei der Planung einer solchen Starkstromverbindung berücksichtigt werden.
Die Verseiltechnik unterstützt eine gleichmäßigere Stromverteilung, reduziert unterschiedliche induktive Einflüsse und verhindert eine unnötig einseitige Belastung einzelner Leiter. Das verbessert die thermischen Bedingungen innerhalb der Kabelanlage und trägt zu einer zuverlässigen Trafoanbindung bei.
Bei einem leistungsstarken Transformator entstehen auf der Niederspannungsseite sehr hohe Ströme. Um diese sicher übertragen zu können, werden mehrere entsprechend dimensionierte Einzelleiter parallel geführt. Neben dem Leiterquerschnitt ist dabei auch die Anordnung der Kabel entscheidend.
Die Niederspannungshauptverteilung übernimmt die zentrale Verteilung der vom Transformator bereitgestellten elektrischen Energie. Bei diesem Projekt ist die NSHV für einen Nennstrom von 4.000 A bei 400 V ausgelegt und mit vier ausfahrbaren 3WA Leistungsschaltern ausgestattet.
Ein Öltransformator verwendet Transformatorenöl als Isolier und Kühlmedium. Ein Gießharztransformator arbeitet dagegen ohne flüssiges Isoliermedium. Beide Bauformen haben unterschiedliche Einsatzbereiche und Anforderungen an Aufstellung, Wartung und Betrieb. Bei diesem Projekt wurde der bisherige Öltransformator mit 2.500 kVA und 500 V durch einen Gießharztransformator mit 2.500 kVA und 400 V ersetzt.
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